Skip to main content

Thunderbolt 3 einfach und verständlich erklärt

USB – eine damalige Innovation

Das Schnittstellen Chaos ist allgegenwärtig. Seinen Anfang nimmt das leidige Thema bereits vor über 20 Jahren.
Ziemlich genau zu diesem Zeitpunkt wurde von Microsoft, IBM, HP und vielen weiteren ein internationaler Standard in der Schnittstellenwelt geschaffen.
Diese bahnbrechende Erfindung nannten die damaligen Herren Universal Serial Bus … oder eben kurz USB.

So richtig populär machte die USB Schnittstelle jedoch Steve Jobs höchstpersönlich in dem er 1998 im iMac ausschließlich den neuen Standard verbauen ließ.
Die anderen Hersteller mussten gezwungener Maßen nachziehen und so verbreitete sich USB wie ein Lauffeuer am Computermarkt.

 

Thunderbolt wurde geboren

Rund um 2009 entwickelte Apple, gemeinsam mit Intel eine neue Schnittstelle, welche kein populäres Leben führen sollte.

Thunderbolt wurde ins Leben gerufen und konnte quasi alles was das Technik Herz begehrte. Anders als der Universal Serial Bus war Thunderbolt in der Lage Videosignale an Monitore, Audiosignale an Boxen, Daten an Drucker, Festplatte & Co. zu senden – und das beste an der ganzen Story: All das war durch ein einziges Kabel möglich!

Apple und Intel schufen somit eine brandneue Technologie, welche es erstmalig erlaubte echte Dockingstation zu bauen. Diese konnten dann mit einem einzigen Kabel an das Notebook angeschlossen werden.

Mit einer Bandbreite von 10Gbit/s war die erste Generation der damaligen Schnittstelle bereits doppelt so schnell als der heutige Standard USB 3.0.

 

 

Die grandiose Schnittstelle die keiner nutzen wollte

So toll Thunderbolt auch war – es hatte einen entscheidenden Nachteil. Um die volle Leistung der Schnittstelle ausschöpfen zu können mussten aktive Kabel verwendet werden.
Diese sind – damals wie heute – sehr teuer, wodurch nur wenige Computerhersteller nachzogen und sich dagegen weigerten Thunderbolt in ihren Produkten zu verbauen.

Apple setzte seit 2011 voll auf deren Technologie und integrierte Thunderbolt in allen MacBooks, sowie iMacs und den Mac Pros.

Mit Thunderbolt 2 wurde die maximale Übertragungsgeschwindigkeit dann von 10Gbit/s auf 20Gbit/s verdoppelt – doch das Problem der aktiven und damit teuren Kabeln blieb weiterhin ungelöst.

 

Die Weiterentwicklung von USB

Auch der Universal Serial Bus blieb nicht in der Zeit stehen. Neben der ersten Generation schufen die Macher auch noch eine 2. und eine 3. Generation – USB 2.0 & USB 3.0.

Wäre das nicht schon genug, erkannten sie das Problem der regulären USB-A Stecker und entwarfen somit einen USB-B Stecker. Von diesem sollten gleich drei Versionen den Markt überschwämmen. Als dann USB 3.0 kam, musste eine zusätzliche Datenleitung integriert werden – was folgte daraus? Richtig! Neue Stecker ….
Und da soll noch jemand den Überblick behalten.

 

USB-C ein genialer Kompromiss

Nach A und B folgt C – Nachdem Thunderbolt nicht den gewünschten Durchbruch schaffte und dem USB 3.0 Protokoll wesentliche Features wie eine Bild und Audioübertragung fehlten, entwickelte Intel in Kooperation mit Microsoft, HP und einigen weiteren einen neuen Standard. Heraus kam dabei USB 3.1 mit dem USB-C Stecker.

10Gbit/s ist USB 3.1 schnell und soll somit für die meiste Hardware absolut ausreichend sein. Auch 4K Displays können nun über den Stecker angesprochen werden.
Etwas mehr Power bekam das neue Protokoll im wahrsten Sinne des Wortes – bis zu 100 Watt Power Supply sind nun darüber möglich.

 

Thunderbolt 3 ist wie USB3.1 nur … besser!

Apple wollte bei dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen und so entwarfen sie Thunderbolt 3.

40 Gbit/s – 4 PCIe Lanes – 8 Displayport 1.2 Kanäle – 2x 4K Monitor oder 1x 5K Monitor – schnelles Ethernet … kurz gesagt: ein Beast!

Thunderbolt 3 soll den selben Stecker wie USB 3.1 besitzen – dies war ein sehr weißer Schritt von Apple und hilft der Welt das Kabel und Schnittstellen Chaos in Zukunft etwas besser in den Griff zu bekommen.

Thunderbolt 3 ist jedoch nicht abwärtskompatibel – kauft man sich heute also beispielsweise eine neue Hardware für seinen Laptop, muss man wissen ob dieser USB 3.1 oder Thunderbolt 3 unterstützt.
Während USB 3.1 Hardware auch auf einem Thunderbolt 3 Gerät funktioniert, wirst du umgekehrt keinen Erfolg erzielen. Thunderbolt 3 Hardware ist nicht mit USB 3.1 kompatibel.

 

Wird sich USB 3.1 oder Thunderbolt 3 durchsetzen?

Wir glauben, dass es in Zukunft weiterhin beide Schnittstellen geben wird. Schon alleine aufgrund der (leider immer noch) sehr teuren aktiven Kabeln werden viele User eher etwas Geschwindigkeitseinbußen in Kauf nehmen und auf USB 3.1 setzen.
Lediglich Pro-Consumer wie professionelle Filmmaker werden Thunderbolt 3 lieben lernen. Die 4-fache Geschwindigkeit ist nun mal ein extremes Merkmal und lässt sich auch trotz teurer Hardware nicht wegdiskutieren.
Weiters sei gesagt, dass Thunderbolt 3 wohl größtenteils den Mac-Usern vorbehalten sein wird.

Auf was setzt du? Thunderbolt 3 oder USB 3.1?
Deine Meinung würde uns sehr interessieren – schreib uns doch einfach einen Kommentar.

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?


0/5 0 ratings


Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *