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Was ist eine eGPU und welche Vorteile habe ich damit?

Kauf dir doch eine eGPU, mit der hast du viel mehr Leistung“, „Gibt es die Nvidia GTX 1070 auch als externe Grafikkarte für meinen Laptop?“, „Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer externen und einer normalen Grafikkarte?“ – Fragen wie diese bekommen wir in letzter Zeit immer öfters. Wir denken hier besteht etwas Erklärungsbedarf und lösen das Rätsel gleich am Anfang.

 

Es gibt keine externen Grafikkarten!

 

 

Der Begriff „eGPU“ steht, wie sich die meisten vermutlich schon denken konnten, für „external graphics processing unit“. Doch eine eGPU unterscheidet sich von einer „normalen“ GPU in Garnichts – eigentlich handelt es sich sogar um ein und das selbe Gerät.

Doch was macht die Standard-Grafikkarte nun zur externen Version?

Die Antwort: ein eGPU Dock!

Noch ein zusätzliches Gerät kommt ins Spiel. Das eGPU Dock ist die Verbindung zwischen Computer und Grafikkarte. Es bildet das Gehäuse für die GPU und fungiert gleichzeitig als Docking Station.

Die eGPU von der die ganze Zeit gesprochen wird ist also eigentlich die Kombination aus Grafikkarte und passendem Dock.

Da nun dieser Punkt geklärt ist, möchten wir noch gerne auf die Vor- bzw. Nachteile einer solchen eGPU eingehen.

 

 

Eine eGPU macht aus jedem Laptop einen Gaming-PC

Wenn der Kauf eines neuen Computers ansteht, dann steht man oft vor einer schwierigen Wahl: Kauft man einen Tower-PC oder doch lieber einen Laptop.

Viele Leute wollen auf ihren Geräten die neusten Spiele in 4K Auflösung genießen und nebenbei auch noch das kleine, leichte Notebook auf die Uni oder in das Büro mitnehmen.

Dass diese Kombination nicht realisierbar ist, merkt man spätestens, wenn die Lüfter des kleinen Notebooks beim Startscreen eines der neueren Spiele zu blasen beginnen und man das Gefühl hat der Laptop hebt ab und fliegt davon.
Gefolgt wird das Spektakel von einigen Rucklern und schlussendlich folgt der Absturz des Games – aus der Traum vom kleinen und leichten Gaming PC.

Mit Hilfe von eGPUs können wir diesen Traum jedoch wiederaufleben lassen. Besitzt man ein Notebook mit einem Thunderbolt 3 Anschluss, ein eGPU Dock und eine leistungsfähige Grafikkarte, so wird jeglicher Tower-PC überflüssig.

 

Für wen ist eine eGPU geeignet?

Wie bereits erwähnt, richten sich die aktuellen Geräte vor allem an die Gamer unter euch. Viele Modelle sind auffällig designed und erstrahlen in heller LED Beleuchtung wieder um in das Desk-Setup zu passen.
Jedoch können auch professionelle Creator ganz schön von den kleinen Dingern profitieren!

Grafikkarten werden nämlich nicht nur zum Spielen gebraucht, sondern kommen auch sehr stark bei Prozessen wie Videoschnitt, Fotobearbeitung und CAD-Programmen zur Anwendung.

Solch ein Gerät ermöglicht es also den portablen Laptop zu Kundenterminen oder auf Reisen mitzunehmen und trotzdem in den Genuss von ruckelfreiem Videoschnitt oder Bildbearbeitung ohne minutenlanger Renderzeit zu kommen.

 

Die Nvidia Quadro ist eine Grafikkarte, welche sich vor allem an professionelle Anwender richtet.

 

Eine eGPU als Dockingstation möglich?

Wir alle kennen die Dockingstation der Business-Laptops von früher. Diese hatten meist auf der Unterseite eine Pin-Leiste, welche mit einer Dockingstation auf dem Schreibtisch verbunden wurde. Anschließend war man mit dem Internet verbunden, man konnte seine Maus und Tastatur verwenden und der Desktop erschien plötzlich auf dem großen Bildschirm vor einem.

Dank der eGPUs können wir wieder in den Genuss einer solchen Dockingstation kommen und ganz nebenbei noch bis zu der 5-fachen Leistung unseres PCs abrufen.

Manche eGPU-Docks, wie beispielsweise der Razer Core V2 und der HP Omen Accelerator, besitzen neben der benötigten Thunderbolt 3 Schnittstelle noch zahlreiche weitere Ports wie beispielsweise einige USB 3.0 Stecker, einen Ethernet-Port, bis hin zur SATA-Schnittstelle. Solche Geräte bieten einen klaren Mehrwert und sollten ganz besonders ins Auge gefasst werden.

Nebenbei sei noch erwähnt, dass die meisten eGPU-Docks den angeschlossenen Laptop auch noch mit bis zu 100W (ASUS XG Station 2) an Power versorgen. Das bedeutet, dass das Notebook sogar mit voller Leistung geladen werden kann, während man die in den Genuss der dedizierten Grafikkarte kommt.

 

 

Pros und Cons von eGPUs:

Leider gibt es neben den hübschen Vorteilen auch einige Nachteile. Diese halten sich jedoch sehr starkt in Grenzen und man muss sagen, dass die Vorteile deutlich überwiegen.

Cons:

  • Laptop benötigt einen Thunderbolt 3 Anschluss
  • Die volle Performance kann nur abgerufen werden, wenn der Laptop an das eGPU Dock angeschlossen wird

Pros:

  • Portabilität eines dünnen Laptops genießen
  • Volle Power beim Gamen oder bei professionellen Anwendungen
  • Alle Vorteile einer Dockingstation nutzen
  • Bessere Hitzeentwicklung durch bessere Kühlung der Grafikkarte
  • Reduzierte Lüftergeräusche, dank höherwertiger und größeren Lüfter
  • Unterwegs Akku sparen, da keine leistungshungrige Grafikkarte in Betrieb ist
  • Virtual Reality Games und Spiele in 4K auf einem kleinen Laptop möglich

 

Abschließende Worte

Abschließend bleibt zu sagen, dass externe Grafikkarten das eigene Notebook in einen Leistungshimmel befördern können. Egal ob privater Anwender oder professionelle Agentur – es gibt für jeden das passende Modell.
Wenn du die einzelnen eGPU Modelle miteinander vergleichen möchtest, schau doch einmal bei unserer Vergleichsseite vorbei.

Mit unserem Online-Tool kannst du dir auch das passende Gehäuse für deine Grafikkarte suchen.

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